Ist eine Grundstücksteilung eines bebauten Grundstückes bzw. die Eintragung einer Baulast bzw. geplant, so wird ein amtlicher Lageplan notwendig. In einigen Fällen wird auch bei einem Bauantrag ein amtlicher Lageplan gefordert. Die genannten Punkte lassen sich in der Verordnung über bautechnische Prüfungen (BauPrüfVO) finden, die folgend kurz dargelegt werden.

Die BauPrüfVO definiert im § 3 (3), dass amtliche Lagepläne von einem Katasteramt bzw. durch einen Öffentlich bestellten Vermessungsingenieur angefertigt und mit öffentlichen Glauben beurkundet werden muss. Dabei unterscheidet die Verordnung zwischen vier Fällen, die eine Anfertigung benötigen. Der erste Fall liegt vor, wenn die Grenzen des Baugrundstückes keine festgestellten Grenzen (im Sinne von § 19 (1) VermKatG) sind. Zweitens, wenn Grenzpunktkoordinaten eines Baugrundstückes und die vorhandenen baulichen Anlagen in keinem einheitlichen System erfasst werden können. Drittens, wenn Grenzüberbauungen auf dem zu vermessenden Grundstück oder angrenzender Grundstücke vorliegen. Darüber hinaus als letzter Punkt, wenn eine Baulast auf dem Grundstück oder angrenzenden Grundstücken vorliegt (nach § 18).

Im Folgenden beschreibt § 17 die gesetzliche Notwendigkeit eines amtlichen Lageplanes für die Genehmigung von Grundstücksteilungen und § 18 bei der Eintragung von Baulasten (Baulasten nach § 4 (1) oder 2 und § 6 (2) BauO NRW).

Die formalen Vorgaben über den Inhalt eines amtlichen Lageplanes sind in der oben genannten Verordnung klar unter § 3 (1) definiert. Beispielsweise muss der Maßstab größer 1:500 gewählt und auf Grundlage eines aktuellen Auszuges aus der Liegenschaftskarte/Flurkarte (nicht älter als sechs Monate) erstellt werden.

 

Die Honorierung von amtlichen Lageplänen nach § 3 (3), § 17 und § 18 BauPrüfVO findet nach Tarifstelle 3 der Vermessungs- und Wertermittlungsgebührenordnung Nordrhein-Westfalen (VermWertGebO NRW) statt. Die Kosten sind dabei unter anderem von der Fläche des Bau- bzw. Teilungsgrundstückes, dem Bodenrichtwert, dem Schwierigkeits-grad, Eintragungen bauplanungs- und bauordnungsrechtlicher Gegebenheiten sowie der Anzahl der Lageplanausfertigungen abhängig.